Das Waisenmädchen Elvira durfte 1955 die ersten Lottozahlen ziehen.

Auf Messen, Festen und Jahrmärkten haben Lotterien schon seit dem ausgehenden Mittelalter Tradition in Mitteleuropa. Und schon damals dienten Lotterien nicht nur dem Vergnügen, sondern auch einem guten Zweck. So war etwa der Erlös der ersten staatlichen deutschen Lotterie, die ab 1604 bis 1614 in Hamburg stattfand, für ein "Zucht- und Arbeitshaus" bestimmt.

Zusammenschluss zum Deutschen LOTTO-Block


Am 11. Januar 1953 entstand in Berlin das Zahlenlotto 5 aus 90. Im Juni 1955 gründeten Bayern, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein den Deutschen LOTTO-Block. Später kamen nach und nach auch alle anderen Bundesländer hinzu. Der vereinbarte Blockvertrag gestattete von nun an jedem Land, das Zahlenlotto eigenständig im Rahmen eines einheitlichen Spielplans zu realisieren. Die Ziehung der Gewinnzahlen erfolgte jeden Samstag und wurde von den Vertragspartnern im Wechsel jeweils über fünf Wochen abgehalten. Hamburg machte am 9. Oktober 1955 den Anfang. An eben jenem Tag rollten in Hamburg um 16 Uhr zum ersten Mal die LOTTO-Kugeln in einer großen Trommel aus Holz und Glas. Das Waisenmädchen Elvira durfte Lottofee spielen - und zog die "13"!

Die Auswertung der Spielscheine war in den 1950er Jahren noch harte Arbeit.

Die Glückszahl "13"

Die 13 war aber nicht nur die allererste Glückszahl, die in Hamburg gezogen wurde. Darüber hinaus fand am 13. November 1955 die erste bayerische Lottoziehung statt. Und schließlich teilten sich 13 Handwerker als Tippgemeinschaft den ersten Millionengewinn von exakt 1.043.364,50 Deutschen Mark.

Damals war die Auswertung der Spielscheine übrigens noch harte Arbeit: 1955 arbeiteten hunderte Auswerterinnen die ganze Nacht unter strengster Aufsicht im Akkord um alle Spielscheine mit einer Schablone zu prüfen. Kaum noch vorstellbar, oder? Inzwischen wird diese Aufgabe von modernen Rechenzentren erledigt - in etwa einer Stunde. Die Abgabe der Spielscheine ist heute aber auch ganz bequem über die Internetseite www.lotto-bayern.de möglich.

Einmal bei einer Ziehung dabei sein - das war für viele Menschen früher ein Traum.

Kulturphänomen LOTTO

Heute hat das Zahlenlotto 6aus49 einen regelrechten Kultstatus erreicht. Rund 60 Prozent des bundesweiten Umsatzes werden darüber generiert - LOTTO 6aus49 ist somit der unangefochtene Spitzenreiter in der Produktpalette. Seinen Teil dazu beigetragen, dass 6aus49 Kult ist, hat sicher die allwöchentliche LOTTO-Ziehung, die 1965 erstmals im Fernsehen übertragen wurde.

Das war auch die Geburtsstunde eines neuen Berufsbildes: dem der Lottofee! Den Start machte Karin Dinslage. Ihr folgte Karin Tietze-Ludwig, die mit 30 Jahren "Amtszeit" dienstälteste Lottofee. Heike Maurer (ZDF) und Franziska Reichenbacher (ARD) traten in ihre Fußstapfen. Während Reichenbacher noch immer die Gewinnzahlen im TV präsentiert, wird die Ziehung inzwischen nicht mehr im Fernsehen, sondern live auf www.lotto.de übertragen. Mit Chris Fleischhauer, der die Ziehung der LOTTO-Zahlen im Wechsel mit seiner Kollegin Nina Azizi präsentiert, gibt es inzwischen erstmals eine männliche Lottofee.

70 Jahre LOTTO Bayern

2016 feierte LOTTO Bayern seinen 70. Geburtstag. Der staatliche bayerische Glücksspielanbieter wurde am 12. März 1946 gegründet. Mit einer großen Roadshow, der "LOTTO Bayern Glückstour" bedankte sich LOTTO Bayern bei seinen Spielteilnehmern.

In mittlerweile 70 Jahren LOTTO-Geschichte gab es schon jede Menge Millionäre. Zu D-Mark-Zeiten waren es über 4.100 Millionäre. Von 2002 bis 2015 gab es in Bayern 198 Millionengewinne. Den dicksten Treffer landete im September 2015 ein Mittelfranke mit rund 33,3 Millionen Euro.

Falls Sie die ganze Geschichte von LOTTO Bayern interessiert: in der Box "Mehr zum Thema" können Sie diese downloaden!